Organisation und Zeit ist alles

Wer seine Immobilie selber verkaufen will, muss gut organisiert sein. An viele Kleinigkeiten muss gedacht und genug Zeit eingeplant werden. Wie lange dauert der Verkauf einer Immobilie überhaupt? Welche Unterlagen benötige ich? Wie viel Kommunikation mit Interessenten kommt auf mich zu? Habe ich dafür nach der Arbeit noch Zeit oder möchte ich meine spärliche Freizeit am Wochenende dafür opfern? Überprüfen Sie, ob Sie das wirklich auf sich nehmen möchten.

Wer sein Haus oder seine Wohnung verkaufen möchte, braucht einen Plan. Eine ungenügende Vorbereitung kann viel Geld kosten. Überhaupt stellt sich die Frage, ob das Pensum ohne Profi überhaupt zu schaffen ist. Damit Sie den Aufwand überblicken können, haben wir für Sie ein paar Aspekte von erfahrenen Profis zusammengestellt.

 

1. Marktanalyse und Immobilienbewertung

Um das Optimum aus dem Verkauf Ihrer Immobilie herauszuholen, müssen Sie natürlich wissen, wie viel Ihr Objekt wert und zu welchem Preis es sich verkaufen lässt. Dazu müssen Sie den in Ihrer Region üblichen Marktpreis kennen. Diesen können Sie ohne Erfahrung nur schwer herausfinden, denn wenn Sie Immobilien in Ihrer Region mit Ihrer vergleichen, sehen Sie immer nur die Angebotspreise und nicht die Preise, die letztendlich erzielt werden. Je nach Immobilie gibt es unterschiedliche Verfahren, wie der Wert berechnet werden kann: das Vergleichs-, Ertrags- und Sachwertverfahren. Für die Wertermittlung spielen folgende Faktoren eine Rolle:

  • Zustand der Immobilie
  • Alter der Immobilie
  • Größe von Immobilie und/oder Grundstück
  • Bodenrichtwerte
  • Gebäudewert

 

2. Immobilie vorbereiten

Eine Immobilie, die einen guten Eindruck macht, kann einen höheren Verkaufspreis erzielen, als eine Immobilie, die verwohnt wirkt. Betrachten Sie sie also kritisch. Sollte etwas erneuert oder repariert werden? Sollten zum Beispiel Wände gestrichen werden? Kleine Ausbesserungen werten die Immobilie auf. Beseitigen Sie persönliche Gegenstände und schaffen Sie offene, helle Räume. Home Staging kann Ihnen dabei helfen, Ihr Haus schneller zu verkaufen und einen höheren Preis zu erzielen. Fragen Sie professionelle Makler, wie das geht und was zu tun ist.

Mängel sollten Sie dabei nicht verbergen. Sollten diese entdeckt werden, kann das zum Rücktritt des Käufers vom Kaufvertrag führen.

 

3. Dokumente besorgen

Für den Verkauf eines Hauses benötigen Verkäufer natürlich etliche Unterlagen. Fehlende Unterlagen könnten Kaufinteressenten skeptisch werden lassen und abschrecken. Zu den wichtigsten Unterlagen gehören:

  • Grundbuchauszug
  • Flurkarte
  • Grundrisse
  • Wohnflächenberechnung
  • Baupläne
  • Energieausweis
  • Grundsteuerbescheid
  • Auszug aus Bau- und Altlastenverzeichnis
  • Bescheinigung der Erschließungskosten
  • Betriebs- und Nebenkostenaufstellung der letzten Jahre

 

4. Vermarktung der Immobilie

Wenn Sie alle Unterlagen beisammen haben und wissen, zu welchem Preis Ihre Immobilie verkauft werden kann, können Sie Ihr Objekt vermarkten. Da heutzutage die meisten Menschen online Immobilien suchen, sind Schaltungen auf mehreren Onlineportalen empfehlenswert. Aber auch die Zeitungen haben noch nicht ausgedient. Hier kann sich eine Überschrift, die zum Weiterlesen anregt lohnen. Ebenso erfüllt ein Verkaufsschild im Vorgarten seinen Zweck.

Zentral für die Vermarktung ist das Exposé. Wenn das einen guten Eindruck macht, kann sich das auch im Verkaufspreis niederschlagen. Dafür sind gute Fotos von Ihrer Immobilie wichtig, aber auch eine detaillierte Beschreibung.

 

5. Besichtigung organisieren

Sobald Sie mit Ihrer Vermarktung begonnen haben, werden sich Kaufinteressenten bei Ihnen melden. Bei der derzeitigen hohen Nachfrage nach Immobilien wird Ihr Telefon und Ihr Emailpostfach vermutlich nicht mehr stillstehen. Um keine Interessenten zu verpassen, sollten Sie immer erreichbar sein. Unter allen Meldungen müssen Sie dann geeignete Interessenten für die Besichtigung auswählen. Denn Besichtigungstourismus kostet unnötig viel Zeit und Nerven. Mit den wirklichen Interessenten müssen Sie dann Termine finden. Am besten legen Sie von vornherein für Sie passende verbindliche Besichtigungstermine fest. Bei der Besichtigung werden Interessenten Fragen stellen, auf die Sie vorbereitet sein sollten.

 

6. Verkaufsverhandlung

Ebenso ist eine gute Vorbereitung für die Verkaufsverhandlung lohnenswert. Es empfiehlt sich, einen Mindestverkaufspreis und einen Verhandlungsspielraum festzulegen. Auf mögliche Kritikpunkte sollten Sie die passenden Argumente parat haben.

 

Sind Sie sich unsicher, ob Sie Ihre Immobilie selbst verkaufen sollen? Wir machen das für Sie!

 

 

Fotos: © bernardbodo

Weitere Beiträge

Corona-Lockdown in Dauerschleife – wie der Umzug trotzdem gelingt

[caption id="attachment_1164" align="alignnone" width="1000"] Umzug Corona[/caption] Vielleicht haben Sie g [...]

Ein neues Haus für den Osterhasen? Nicht ohne Makler!

  Es geht auf die Osterzeit zu. Zeit einmal einen Blick auf das Leben des Osterhasen zu werfen. Au [...]

Dürfen meine Nachbarn entscheiden, an wen ich meine Wohnung verkaufe?

Viele Eigentümer gehen davon aus, dass sie das Recht haben, über ihre Eigentumswohnung frei zu verfüg [...]

Eigentümer auf Zeit: Das Nießbrauchrecht

  Das Nießbrauchrecht ist eine Sonderform der Eigentumsregelung. Wer ein Nießbrauchrecht besitzt [...]

Wieviel Quadratmeter brauchen wir zum Leben?

„Raum ist in der kleinsten Hütte für ein glücklich liebend Paar“. Der Vers aus Schillers Gedicht [...]