Planschen im Schlafzimmer

Zwei Zimmer, Küche, Bad – der Grundriss-Klassiker löst sich auf, denn die Wände fallen. Zwischen Küche und Wohnzimmer, aber auch zwischen Bad und Schlafzimmer. Die modernen Wohnraumkonzepte sind ideal für Immobilien mit ungewöhnlicher Raumaufteilung.

Fast jeder kennt es: Bei einer Party quetschen sich die Gäste am liebsten in die Küche und wenn Freunde zum Essen kommen, möchte der Gastgeber auch gern die politische Lage diskutieren, während er noch schnell das Sößchen umrührt. Deshalb werden Wohnküchen immer beliebter.

Der Platz, wo gekocht wird, ist ein geselliger Raum. Das war schon bei den ersten Menschen am Lagerfeuer so. Und so überrascht es auch nicht, wenn das Wohnzimmer als Ort der Unterhaltung mit TV, Musikanlage und auch als Ort für Gespräche näher an die Küche heranrückt. Praktisch dabei ist, dass auch Küchengeräte wie Spül- oder Kaffeemaschine immer leiser werden. Auch Schlaf- und Kinderzimmer werden kleiner, damit der Wohnraum größer werden kann.

Auch das Badezimmer verändert sich. Hier gibt es zwei Trends, die sich auch überschneiden können. Zum einen wird das Badezimmer zum privaten Spa. Das Zukunftsinstitut kam in der Studie „50 Insights – Zukunft des Wohnens“ zu dem Ergebnis: „In Zukunft wird es nicht nur eines der repräsentativsten Zimmer im Haus sein, sondern es wird sogar eine der besten Aussichten bieten.“ In der Badewanne liegen und in den grünen Garten blicken – das gefällt heute vielen besser, als sich im verschlossenen Raum den Rücken zu schrubben. Denn bisher ist in vielen alten Häusern das Bad noch der kleinste Raum. Laut einer Forsa-Umfrage ist es durchschnittlich 9,1 Quadratmeter groß.

Der andere Trend geht hin zum offenen Bad. Schlafzimmer und Bad werden hier eins. Egal, ob Badewanne oder Dusche. Die Wanne steht frei im Zimmer oder hinter einem Raumteiler. Glaswände können die Bettwäsche vor  allzu enthusiastischen Planschern schützen. Frisch geduscht oder gebadet können die Bewohner dann gleich ins Federbett sinken. Auch hier werden zwei Bereiche, die der Entspannung dienen sollen, miteinander verbunden.

Wer die Wanne nicht neben dem Bett haben möchte, kann das Schlafzimmer aber auch mit einem begehbaren Kleiderschrank aufwerten, um Platz für ein extra Zimmer zu gewinnen. Ein kleineres Schlafzimmer wirkt durch weniger Möbel offener und gemütlicher. Und mit einem begehbaren Kleiderschrank können die Bewohner leichter Ordnung im Schlafzimmer halten oder die Unordnung zumindest verstecken.

 

Haben Sie Fragen zu Immobilien mit ungewöhnlicher Raumaufteilung? Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern.

 

Fotos: piovesempre/KatarzynaBialasiewicz

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